Scheurebe |
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Scheurebe ist keine Standardrebsorte, sondern wurde 1916 durch Kreuzung von Silvaner mal Riesling (=Sämling 88) gezüchtet. Da bis dahin im deutschen Weinbau keine Bukettsorte außer dem Gewürztraminer im Rebsortensortiment war, hat die Scheurebe in den 60er/70er Jahren einen steilen Aufstieg mitgemacht. Der Anbau auf ungeeigneten Standorten und zu hohe Erträge führten zu Weinen mit spitzer Säure und aufdringlichem, unharmonischem Bukett, welches die Sorte als Stinker in Verruf brachte. |
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Gute Standorte, viel Licht und Luft, moderate Erträge durch Ausdünnen und späte Lese bringen hochfeine Weine mit rassiger Säure, mit verstärktem Rieslingbukett, oft muskatartig und bei Vollreife an schwarze Johannisbeeren erinnernd. So sind die leichten, duftig-blumigen Weine mit einem Hauch von Restsüße hervorragende Essensbegleiter, vor allem zur asiatisch angehauchten Küche. Die besten Weine der Scheurebe sind wertvolle Flaschenweine wie die durch Edelfäule geprägten Trockenbeerenauslesen, passend als Aperitif, zur feinen Gänseleber, zu kräftigem Blauschimmelkäse und exotisch-fruchtigen Desserts. Eine ganz besondere Spezialität ist die Scheurebe als Eiswein, die mit opulentem Fruchtaroma und erotischem Mundgefühl der krönende Abschluß eines kulinarischen Menüs ist. |
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